Medium & Stil im Netz der Zeit
22. Juli 2011

Abschied

Manchmal finden andere passendere Worte als ich selbst.

Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.
Rainer Maria Rilke

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln und uns engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse

Sorrow comes in great waves…but rolls over us, and though it may almost smother us, it leaves us. And we know that if it is strong, we are stronger, inasmuch as it passes and we remain.
Henry James

17. Juli 2011

Berlin

Wir hatten letzte Woche auf der Fashion Week nur sehr wenig freie Zeit zum Aufatmen. Aber die haben wir auf jeden Fall richtig genutzt und tolle neue Orte in Berlin entdeckt. Was mich immer wieder erstaunt: Mit dem richtigen ruhigen Blick für’s Detail lassen sich wunderschöne Momente einfangen.

Ein Highlight war für mich die Lena Hoschek-Show am Mittwoch. Schon beim Betreten des Zeltes und Sichten des Publikums war das wie ein Schritt in die Vergangenheit, eine unverwechselbare Mischung aus Rockabilly, Tattoos und Bondage:

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10. Juli 2011

Fashion Fieber

Letzte Woche war ich beruflich mehrere Tage auf der Fashion Week in Berlin unterwegs (und müsste eigentlich jetzt korrekterweise “Mercedes-Benz Fashion Week Berlin” schreiben, was ich gefühlte 500mal in den letzten Tagen gemacht habe). Meine Kollegin musste diesmal herhalten und in den wenigen ruhigen Minuten, die uns blieben, kurze Schnappschüsse von mir machen und die Vintage inspirierten Streetstyles einfangen.

Dienstag
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4. Juli 2011

In der ersten Reihe

In der letzten Woche hat sich spontan eine tolle Möglichkeit aufgetan: Ich übernehme ab Juli die redaktionelle Leitung bei Reihe Sieben.

Drückt mir die Daumen, dass gerade in der Übergangsphase alles gut läuft. Ab sofort stehen dann auf meinem Redaktionsplan nicht nur Vintagethemen, sondern auch eine Masse an Filmthemen. Aber ich hoffe doch, ab und an das eine mit dem anderen verbinden zu können. Es gibt doch so viele Klassiker, über die ich stundenlang schreiben könnte…

Also schaut regelmäßig bei Reihe Sieben vorbei, auch auf Facebook und Twitter.

3. Juli 2011

“Auch wenn ich mich nie wirklich für Vintage und solche Dinge interessiert habe”

Mit einer Woche Verspätung komme ich jetzt endlich dazu, mich bei Kai für ein tolles Interview zu bedanken. Er hatte mich gefragt, ob ich 7 Fragen für sein Blog beantworten würde. Da es außergewöhnlich gute und essentielle Fragen waren, habe ich einfach mal die Seiten getauscht und bin jetzt einmal die Interviewte. Nachlesen könnt Ihr es hier. Sorry für die Verspätung – aber morgen werde ich dann verraten, was mich diese Woche so aufgehalten hat.

26. Juni 2011

Smack my …

Vor kurzem wurde ich von I ♥ Berlin gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei einem Vintage-/ DIY-Smackdown mitzumachen. Aufgabe war, drei bis vier unterschiedliche Vintageoutfits einzureichen, mit denen man gegen einen anderen Teilnehmer antritt. Das große Voting ist nun eröffnet und ich würde mich freuen, wenn Ihr hier mitmacht und unter jedes Foto, das Euch gefällt, ein Like setzt.

Und hier noch ein paar mies-lustige Outtakes des frühmorgendlichen “Shootings”, danke Daniel, für deine Geduld! Ich hasse es nämlich, fotografiert zu werden…

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20. Juni 2011

Justus Jonas, Peter Shaw, Bob Andrews

In den 80ern und vor allem 90er bin ich neben den fünf Freunden und Hanni und Nanni von Enid Blyton oder TKKG vor allem mit Just, Bob und Peter aufgewachsen. Meine Schwester und ich haben regelmäßig die Bücherei unseres kleinen Heimatorts unsicher gemacht, um den dortigen Bücherbestand von “Die Drei ??? und …” nach und nach auszulesen. Im Lauf der Jahre konnte ich auch eine kleine Sammlung an Hörspielkassetten aufbauen. Und wenn ich Wäsche aufhänge, aufräume oder sonstige (nervige) Dinge erledige, lege ich ganz oldschool ein Drei Fragezeichen-Tape ein, so geht alles viel leichter von der Hand. weiterlesen »

11. Juni 2011

Suprise surprise

Was liebe Menschen von mir geschenkt bekommen (die natürlich nicht mein Blog lesen):

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6. Juni 2011

Pretty Petticoat

Ich liebe die “neuen” Midiröcke, die durch ihre Länge und die Masse an Stoff die Beine umspielen und beim Drehen das unverwechselbare Kindheitsgefühl aufkommen lassen, wenn der Stoff um die Beine weht.

Noch wird man in München ein bisschen komisch angeschaut, wenn man so auf die Straße geht (aber who cares):

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30. Mai 2011

You must leave now, take what you need, you think will last

Das Faszinierende an alten Dingen ist für mich die Geschichte, die sie inne haben und erzählen. Je verrosteter, zerkratzter und benutzter ein Gegenstand ist, umso mehr lebt er. Alter Schmuck, der ungetragen ist (viele Händler werben damit, dass ihr Schmuck und ihre Kleidung unbenutzt aus einem Depot/ Lager von früher stammt), ist nur halb so interessant, ohne Seele.

So plakativ die Analogie, umso trauriger ist sie für mich dennoch: Gerade, was ich am Vintage-Gedanken bei materiellen Dingen so liebe, stellt sich beim Menschen als gänzlich konträr heraus. Es ist schlimm, zwei geliebte Menschen auf Grund von schweren Krankheiten dahin siechen zu sehen, die Kratzer und Gebrauchsspuren immer destruktiver zu erleben. Das Fatale sind meine Erinnerungen, die zu verblassen drohen und durch Krankheitsbilder ersetzt zu werden.

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