Medium & Stil im Netz der Zeit
26. Juni 2015

Istanbul, not Constantinople

Schon dreimal habe ich Istanbul besucht und immer noch nicht genug von der Metropole. Jedes Mal auf’s Neue entdecke ich neue kleine Läden und süße Cafés, die es drei Monate vorher noch nicht gab. Besonders zu empfehlen ist momentan das gehypte Viertel Karaköy an der Galatebrücke. Backsteinmauer-Charme aus London trifft auf Berliner Hipster. Am Wochenende findet dort immer ein “Souq” statt mit wechselnden Jungdesignern aus Istanbul.

Bei meinem letzten Besuch habe ich folgende Souvenirs erstanden:

Im Pflanzen-Café Müz gibt es alles, um die eigene Wohnung grüner zu machen, dazu schönste Accessoires wie Pflanzengefäße, Terrarrien und Trockenpflanzen. Hier habe ich eine Glasglocke mit Mélange-Unterteller erstanden.

In der Bogazkesen Caddesi von Tophane in Richtung Galata-Turm gibt es einige Designerläden. Dort habe ich eine handgefertigte Kupferlampe mit Magnet erstanden.

Dort gab es auch die lustige Stickerei, die ich “Grumpy Osman” getauft habe.

Die Kerzen von Nyks Galata enthalten kein Paraffin und werden aus Olivenöl gefertigt. Meine duftet sehr holzig, trocken und natürlich nach Zedernholz; jedes Mal, wenn ich daran schnuppere, bringt mich der Duft zurück nach Istanbul – herrlich!

16. Juni 2015

Flohmarkt-Tipps

Neben Grillen, Holunderblütenduft und im kühlen Schatten lesen hat der Sommer noch einen großen Vorteil: die Flohmärkte finden wieder draußen statt. Passend zum Start der Saison habe ich euch ein paar Einkaufstipps zusammengestellt, damit Ihr glücklich geshoppt mit Euren Fundstücken nach Hause gehen könnt:

- früh da sein: Der Vorteil einer der ersten zu sein ist nicht nur freie Sicht auf die Stände, sondern die Verkäufer hatten noch gar nicht die Gelegenheit, ihre besten Stücke zu verkaufen

- handeln: Setzt Euch vor dem Handeln einen Höchstbetrag, den Ihr für das Stück ausgeben wollt. Der Verkäufer beharrt auf 10 Euro, Euer Limit ist aber 7 Euro? Schlagt erst 5 Euro vor, Ihr werdet sehen, was dann als Gegenangebot kommt. Besonders gut handeln lässt es sich, wenn Ihr mehrere Stücke bei dem gleichen Verkäufer haben möchtet. Schließt Euch also mit Euren Freunden zusammen, vielleicht finden sie dort auch noch etwas. Einfach weggehen und darauf hoffen, dass der sture Verhandlungspartner nachgibt, sollte die allerletzte Strategie sein und nur durchgezogen werden, wenn ihr das Stück nicht unbedingt haben müsst. Auch der Plan, sich nach etwas Ähnlichem bei anderen Ständen umzusehen, geht meistens in die Hose: Wenn die alte Schreibmaschine weg ist, ist sie weg, Chance vertan.

- nachfragen und genau hinsehen: gerade bei antikem Schmuck oder anderen alten Dingen sollte man unbedingt beim Verkäufer mehr Informationen darüber erfragen: Wie alt, gebraucht ist das Stück, funktioniert es noch (wenn möglich, lasst euch vorführen, dass das alte Radio noch spielt), etc. Meist erfährt man so auch ob derjenige wirklich Ahnung hat oder seine Sachen nur loswerden möchte. Finger weg, wenn Sätze wie „Warum sollte das nicht funktionieren“, „ja, das wird schon echter alter Schmuck sein“ fallen. Außer, ihr kennt euch selbst richtig gut aus.

- Freunde: Zusammen auf den Flohmarkt gehen ist zwar keine gängige Freizeitaktivität, macht aber trotzdem richtig Spaß: Geht ruhig mit euren Freunden gemeinsam hin, aber zieht dann alleine oder höchstens zu zweit auf Beutezug los. Danach trefft ihr euch dann am Eis-/ Getränkestand wieder und könnt die Fundstücke diskutieren.

- Verkäufer-Psychologie: Geübte Flohmarktgänger sehen auf einen Blick ob ein Stand für sie taugt oder nicht. Wonach sucht ihr genau? Wenn es die momentan heiß begehrten Vintage-Stücke sind, dann haltet Euch an die älteren Verkäufer. Ältere Damen verkaufen mit viel Glück ihren alten Schmuck oder ausrangierte 50er-Jahre-Tassen. Braucht ihr günstige Babykleidung oder Spielzeug? Schaut bei den Ständen, die Haushaltswaren und sonstiges moderne Zeug anbieten. Je geordneter die Stände sind, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Verkäufer Gedanken zu seinem Produkt gemacht hat und der Preis dementsprechend steigt. Traut Euch was, fragt ruhig nach Dingen, die eigentlich nicht zum Verkauf stehen, zum Beispiel Spiegel, die nur als Anprobespiegel gedacht sind. Das bringt die Verkäufer manchmal etwas aus dem Konzept und das Schnäppchen ist gemacht.

© 2010 by Filiz Schulz    Impressum | Datenschutz