Medium & Stil im Netz der Zeit
7. Juli 2010

Aprikosenknödel

Meine Großmutter ist eine grandiose Köchin (das sagt wahrscheinlich jeder von seiner eigenen). Vor allem ihre Süßspeisen sind sensationell: von Dampfnudeln, Schwarzwälder Kirschtorte bis hin zu Grießschnitten. Mit am liebsten mag ich von ihr aber Aprikosenknödel (die Füllung kann variieren, Kirschen oder Zwetschgen gehen genauso). Ich habe ihr beim Zubereiten einmal über die Schulter geschaut und mittlerweile schon öfter mein Glück mit den Teigklößen versucht. Eine schwierige Sache. Alles steht und fällt mit der Konsistenz des Kartoffelteigs. Die Knödel werden zwar meist ganz lecker, aber nie, wirklich nie so gut wie bei meiner Oma. Vielleicht ist das aber auch der Kindheitserinnerungs-Bonus, den sie hat.

Das letzte Ausprobieren habe ich mit der Kamera begleitet:

Als erstes Kartoffeln kochen und parallel Semmelbrösel mit Zucker und Butter rösten:

Zwischendurch die Zutaten für den Teig bereitstellen (normales Mehl und etwas griffigeres Mehl, damit der Teig fest genug wird):

Die lauwarmen Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken, Mehl und Eier hinzufügen, alles verkneten.

Die gewaschenen Aprikosen in den dünnen Teig wickeln. Wasser aufkochen lassen und die Knödel vorsichtig hineingeben. Sobald sie oben schwimmen, kann man sie herausnehmen.

Die feuchten Knödel in den Bröseln wälzen – und fertig.

Leider kann ich euch kein genaues Rezept mit Gramm-Angaben zur Verfügung stellen. Am besten ist es, eimal zu zuschauen und dann ausprobieren. Wenn man sich ein bisschen auskennt beim Kochen, dann weiß man schon, wann der Teig richtig ist oder ob er noch Mehl oder Flüssigkeit braucht. Die ganze Sache dauert ein bisschen. Knappe drei Stunden standen wir schon in der Küche. Aber der Aufwand und das Chaos in der Küche lohnen sich unbedingt!

Kommentare

Eine Antwort zu “Aprikosenknödel”

  1. Adrian
    7. Juli 2010

    Ja die waren wirklich lecker. Trotz Extremtemperaturen im Büro hätte ich da jetzt schon wieder große Lust drauf!

Einen Kommentar verfassen





© 2010 by Filiz Schulz    Impressum | Datenschutz