Medium & Stil im Netz der Zeit
20. April 2010

Zerkratzte Z-Stühle für Zweihundert Euro

Samstags um 6:20h aufstehen, verschlafen in die U-Bahn steigen, durch einen kulissenhaften, verlassenen Frühlingsmarkt mit geschlossenen Buden laufen – und dann auf den wuseligen, lebhaften Flohmarkt auf der Theresienwiese blicken. So sah unser Samstagmorgen aus. Einmal im Jahr wird die Münchner Theresienwiese von Schnäppchenjägern, Antikhändlern gestürmt und ab 10h muss man sich durch die Gassen zwischen den Ständen quetschen, um überhaupt noch etwas zu sehen und voranzukommen. Besonders angetan haben es mir die alten Plattenspieler, Ventilatoren, Haartrockner, Spiegel und Knöpfe.



Die wirklich alten Sachen mit Kultfaktor haben allerdings einen hohen Marktwert. Ein gelber Z-Stuhl, mit vielen Kratzern und demnach hohem Reparaturaufwand kostete 200 Euro. Manche Händler hätten vor dem Verkaufsversuch besser mal bei ebay nachgesehen. Leider war auch ein altes Holz-Gewürzregal mit Keramikschubladen, die tolle Beschriftungen wie “Graupen” trugen, viel zu teuer. Zum Glück hätten wir in der Küche auch keinen Platz zum Aufhängen gehabt.

Ein paar günstige Sachen habe ich aber doch entdeckt und erstanden: ausgefallene Knöpfe um die langweiligen heutigen Knopfarten an Kleidung zu ersetzen:



einen Drahtkorb, vorher

und nachher;

einen 60er-Jahre-Ring und das passende Teegeschirr:

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